Donnerstag, 15. November 2007

Computer kaputt & letzte Arbeitstage

Mein Laptop war die letzen Tage ein wenig unmotiviert um zu starten.
Zum Glück habe ich eine Anleitung bei Microsoft gefunden wie ich meinen PC wieder flott mache ohne Windows neuzuinstallieren. Leider habe ich die Anleitung erst gefunden nachdem ich eine Festplatte gelöscht habe. Zum Glück war auf der Festplatte praktisch nur ein Spiel und keine wichtigen Daten...das Spiel installier ich auch gerade wieder. Nochmal Glück gehabt :)

Noch genau 40 Arbeitsstunden liegen vor mir (Thanksgiving ist nächste Woche). Nächsten Dienstag gibt es sogar noch ein Abschiedsessen für mich...Ich sollte mir was Amerikanisches* zum Essen wünschen. Habe mich mal für mexikanisch entschieden, gehört ja auch irgendwie zu Amerika. ;)

Tja, so langsam geht die Zeit hier in den USA zuende...

*Schade, wollte doch so gerne meine Kollegen vom leckerem Surströmming überzeugen....hehe ;)

Donnerstag, 8. November 2007

Tägliches Leben

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag schon länger fertig haben...Aber irgendwie kam immer was dazwischen.

Ich war letzte Woche einkaufen und habe über 50$ ausgegeben. Für was? Das könnt ihr auf dem Bild sehen. Eigentlich habe ich nicht viel eingekauft. Bis auf die Muffins auch keine unnötigen Sachen. Auch kein Shampoo, Haargel oder sonstiges...einfach nur paar Lebensmittel.
Ich habe zwar jetzt nicht unbedingt gespart, allerdings kann ich mich nicht erinnern in Deutschland schonmal soviel gezahlt zuhaben. Für einen vergleichbaren Einkauf in Deutschland zahle ich meist 20-25€.
Das Brot (leckeres Parmesan-Pfeffer Brot :) hat mich schon alleine 8$ gekostet. Also, wenn ich mich jemals wieder in Deutschland über die Lebensmittelpreise beklage, erinnert mich an die USA ;)



PS: Um zu vergleichen, rechnet nicht mit dem aktuellen Dollarkurs sondern mit dem der letzten 5 Jahre (1,25$ == 1€), das ist realistischer...Denn bei uns hat ja der momentan starke Eurokurs auch keinen Einfluss auf Lebensmittelpreise, Gehalt, etc...

Montag, 5. November 2007

Arbeit

Heute Morgen habe ich ein Zettel vor meiner Tastatur gefunden mit Instruktionen für die nächsten 2 Wochen...Diese will ich euch nicht vorenthalten:

Alan und Will sind zwei Arbeitskollegen. Wir drei liefern uns am Ende der Mittagstour immer einen gnadenlosen Kampf um den ersten Platz*...
So, jetzt weiß ich was ich die nächsten zwei Wochen machen muss :)

Will erinnerte mich heute auch wieder an eine alte Geschichte.
Zuerst muss ich bisschen was erklären. Ich bin ja in der Entwicklung und bevor man mit einer Entwicklung anfängt werden erstmal alle Spezifikationen des späteren Produktes aufgeschrieben. Das hat den Sinn damit einerseits die Entwickler wissen was sie machen müssen und anderseits damit der Auftraggeber weiß was er kriegt.
Manchmal fragt man sich als Entwickler wer sich solche Spezifikationen ausgedacht hat, damit beginnt diese Geschichte...
Die Geschichte handelt um die Spezifizierung der seitlichen Raketen an einem Space Shuttle.
Wer hat wohl festgelegt wie groß der Radius dieser Raketen ist?
Die Raketen werden mit dem Zug transportiert, dieser Zug fährt durch einen Tunnel, dieser legt praktisch die Größe der Raketen fest. Wäre also die Spurbreite etwas breiter, würden die Booster auch etwas größer sein.
Die Spurbreite in den USA ist 4 Fuß 8.5 Zoll. Ein sehr krummer Wert...Wer ist wohl auf so einen Wert gekommen?
Die amerikanische Eisenbahn wurde von englischen Arbeitern gebaut die natürlich ihr englisches Maß nahmen. Also, wo weg haben die Engländer dieses Maß?
Tja, die haben es übernommen weil die ersten "Züge" umgebaute Pferdekutschen waren und sie die Spurbreite der Kutschen natürlich nicht verändern wollten.
Die Kutschen hat man mit dieser Spurbreite versehen weil in den Straßen die Spurrillen diesen Abstand hatten und jede Kutsche mit einer anderen Spurbreite einen Achsbruch erlitt.
Die Spurrillen sind also am allem Schuld, wer hat denn die ersten gemacht? Das waren die Römer mit ihren Streitwagen. Die Römer waren nämlich die Ersten die Fernstraßen in Europa gebaut haben.
Die Spurweite der Streitwagen war überdies auch genormt. Sie war so ausgelegt das zwei römische Pferdeärsche nebeneinander passten.

Kurzum, der Durchmesser der Booster wurde schon vor 2000 Jahre mit Hilfe zweier Pferdeärsche festgelegt und konnte im Nachhinein auch nicht wieder verändert werden.

Tja, so entstehen Spezifikationen... ;)


*Namen sind der Redaktion bekannt ;)

Sonntag, 4. November 2007

Football

Komme gerade von meinem ersten Football Spiel wieder.
Detroit Lions gegen Denver Broncos.
Mein Chef hatte mir die Karten gegeben...eigentlich wollte er mit mir dorthin, aber leider ist ihm was dazwischen gekommen. So habe ich noch einen anderen deutschen Praktikanten aus Ann Arbor mitgekommen.
Die Lions haben haushoch mit 44 zu 7 gewonnen. Das Spiel war dadurch auch ein wenig einseitig, aber ich hätte nie gedacht das Football soviel Spaß macht. Ist wirklich zum zuschauen eine coole Sportart, kann jetzt zumindest verstehen warum die hier alle so drauf abfahren :)

Dienstag, 30. Oktober 2007

Toronto

Bin wieder zurück aus Toronto :)

Nach einer langen und vor allem sehr langsamen Fahrt nach Toronto bin ich dann doch noch am Samstagmittag angekommen. 100km/h sind echt nicht schnell, da sind die 110km/h in den USA nahezu rasant. Wenigstens hat Kanada das metrische System, da fühlt man sich fast wie zuhause.
Nach einem kurzen Stadtrundgang, habe ich in der Jugendherberge eingecheckt. Im Gegensatz zu der in Chicago war das quasi ein 5 Sterne Hotel, alles recht sauber, sehr gemütlich und Pancakes für umsonst zum Frühstück :)
Noch kurz mein 6er Zimmer angeschaut...Für eine Nacht auch ok.

Als erstes habe ich mir dann den CN Tower angeschaut bzw. vom CN Tower Toronto angeschaut. Da habe ich erstmal feststellen müssen, dass der kanadische Dollar kein Marketing Gag ist sondern dass der wirklich existiert. Ich habe natürlich kein Geld umgetauscht, wieso auch...Der Dollar ist doch die Weltwährung. Leider habe ich nicht bedacht, dass die Amis und Kanadier sich nicht mögen und so relativ wenige Geschäfte US Dollar akzeptieren. Aber wieder einmal hat mich meine Mastercard gerettet :)
Also hab in den Fahrstuhl und rauf. Auf der Zwischenebene kann man sich auf einem Glasboden stellen und 350m direkt nach unten schauen (siehe Fotos)
Aber man ist noch nicht am Ziel, es geht nämlich nochmal 100m höher zur höchsten Aussichtsplattform der Welt. Leider war das Wetter nicht so gut, angeblich soll man auch die Niagara Fälle von dort sehen (Über 100km entfernt!), aber auch so war es sehr beeindruckend. Es war auch recht windig, so das es ganz schön gewackelt hat...Irgendwie musste ich an Prof. Schmiedls Vorlesung über Resonanzfrequenzen denken und an sein Beispiel der Tacoma Brücke (Wiki-Link)
Haben aber anscheinend daran gedacht, die kanadischen Ingenieure...gute Leute :)

Anschließend bin ich durch die Stadt gelaufen. Während in Chicago in Downtown nur Hochhäuser stehen, stehen in Toronto nach kleine, alte Häuschen im Schatten der Hochhäuser. Auf der Yonge Street, der längsten Straße der Welt, gibt es viele kleine Klamottenläden und Kramläden. Der absolut krasse Gegensatz zu Chicagos "Magnificent Mile" mit seinen superteuren Läden.
In Chinatown kann man dann wieder sehr komische Sachen kaufen, allerdings kann ich kein chinesisch und daher habe ich lieber nichts gekauft.
Falls ihr mal dort sein solltet, der Kensington Market ist mehr als empfehlenswert. Kleine Klamottengeschäfte, Straßencafés...weltweiter Mix der Kulturen. Sehr cool...

Irgendwann bin ich wieder in die Jugendherberge zurückgekehrt...Noch ein wenig mit einer deutschen Auswanderin unterhalten die ich dort getroffen habe. Sie hat irgendwie den falschen Job fürs Auswandern ausgesucht. Als deutsche Anwältin kann man leider nicht mal eben so in einem kanadischen Gericht stehen. Wenn sie nicht eine Stelle als Expertin fürs deutsche Recht kriegt muss sie wohl ein Masterstudium machen...Als promovierte Anwältin auch nicht so das Wahre...

Sonntag:
Nach einem leckeren Frühstück, wie oben schon erwähnt Pancakes mit Ahornsirup zum Lipperpreis, also für umsonst, habe ich mich auf den Weg zu den Niagara Fällen gemacht.
Tja, die Fälle...Ganz schön groß, aber irgendwie bleiben es immer noch Wasserfälle. Kurzum, ich hätte noch durch Toronto schlendern sollen. Aber ich kann jetzt wenigstens sagen dass ich schonmal da war :) (Es war schon beeindruckend, nicht falsch verstehen, aber Toronto wäre besser gewesen)

Fazit:
Toronto ist echt klasse! Eine sehr junge und charmante Stadt. Leider war der eine Tag ein wenig knapp bemessen. Aber vielleicht komme ich ja nochmal dorthin, habe gesehen das die Firma, für die ich arbeite, ihre kanadische Niederlassung in Toronto hat ;)

Toronto


PS: Hmm, eigentlich wollte ich nicht soviel schreiben...Naja, habt ihr auf der Arbeit wenigstens was Sinnvolles zutun ;)

Samstag, 27. Oktober 2007

Toronto

Gerade ist mir eingefallen, dass ich vielleicht besser die Adresse meiner Jugendherberge aufschreiben sollte. Denke mal das macht vieles einfacher :)

Nun, bin ich aber weg...Pass sollte ich vielleicht auch mitnehmen...

PS: Ihr merkt schon wie gut ich immer plane :)

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Alltägliche Sachen

Heute war in der Firma "Betriebsversammlung". Bei knapp 20 Leuten kann man allerdings auch nicht so richtig von Versammlung sprechen...Nichtsdestotrotz waren recht interessante Themen dabei, z.B. das die Atomindustrie wieder Zukunftspotential hat :)
Anschließend gab es Pizza, ChickenWings und noch paar andere Sachen. Dabei habe ich mich allerdings ein wenig überfressen.
Das Arbeiten war danach nicht mehr soo produktiv :)

Morgen muss ich erstmal eine Herausforderung bewältigen: Haare schneiden lassen...
Ich habe schonmal die wichtigsten Vokabeln gelernt:
  • thin out            - ausdünnen
  • the ends           - die Spitzen
  • frayed, fringy   - fransig
  • layered            - stufig
  • bangs, fringe    - Pony
  • 5/8 inch           - 1,5cm (vllt zeig ich es auch lieber)
  • Nice haircut     - Das hoffe ich...

Naja, ich bin ja mal gespannt was das morgen gibt